Cosmic messenger

#astonmartin #vantage #roadster #test #winter #impression

Wir schrauben uns mit dem Aston Martin Vantage Roadster von Serpentine zu Serpentine hechtend auf der Bergstrasse hinauf zum Bergsee. Bassig grollend,gierend nach Gas,und auf den kurzen Geraden aufbrüllend, gibt der von AMG nochmals mit einer weiteren Faust im Nacken, geschärfte V 8 Biturbo mit 510 PS, seine Kraft, kanalisiert über eine ZF-Achtstufenautomatik und ein E-Differential mit Torque-Vectoring-Qualitäten,das auf Fahrsituationen in Milisekunden reagiert, an die Hinteräder weiter. Die restlichen Zutaten 685 NM/2000-5000 U/min, 0-100 km/h in 4,1 sec, 305 km/h Spitze. Wenn´s denn sein muss. Aber nicht hier und nicht jetzt. Wir fahren offen durch die Schneelandschaft.Yes.

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Jetzt am See entlang,hallt der hämmernde V 8-Beat des Motors unterbrochen von bollernden Zwischengassalven beim Zurückschalten, ringsum von den Bergen entlang des Sees zurück.

Luxus ist die Freiheit der Wahl und der Herr über seine Zeit zu sein. Wir sind jetzt am Ende des Sees angelangt. Gleich mal vorneweg. Der Aston Martin Vantage Roadster fährt ins Herz hinein.Ein aufregendes Auto. Immersiv, also ein intensiv Body and Soul aktivierendes Erlebnis erzeugend. Man könnt auch sagen Emotion-Tool. Genug Neu-Marketingsprech.

Aston Martin kann einfach immer wieder den Mythos Cool Britannia aufladen, geboostet auch durch diese Agentenfilmserie, ergibt das die ganz spezifische Markenaura. Sicher jetzt auch wenn der Roadster hier so im inneralpinen Traumpanorama in der zum Niederknien schönen Farbe cosmic orange steht. Zeit zum Fotoshooting. -Weiterlesen nach dem englischen shortcut-

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This highly engaging Aston Martin Vantage Roadster takes the fight right to the front door of German rivals Porsche, Mercedes-AMG and Audi in the high-end convertible sports car stakes. True, this is an expensive car, but the latest open-top Aston is also quick, capable and extremely desirable. It sounds rather lovely at full chat, too, and is arguably more fun to drive than its coupé relative, even if the chassis isn’t just as crisp.

Powered by the same 4.0-litre twin-turbo, AMG-sourced V8 as the coupé, and using the same eight-speed ZF auto gearbox with fixed paddles, the Roadster has 503bhp and 685Nm of So although it’s 60kg heavier than the coupé, thanks mainly to the electric hood mechanism, but also to the strengthening of the front-engined, rear-drive chassis in key areas, the Roadster can still hit 0-60mph in just 3.7sec and reach a top speed of 190mph (3.5sec/195mph in the coupé).

The roof itself is an all-electric canvas affair, and Aston claims it is the fastest hood around, taking less than seven seconds to go from fully up to down or vice versa.

In practice it’s very rapid and can be raised or lowered at speeds of up to 31mph, but crucially the motors are smooth and mostly silent as the canvas glides into place.

Wind refinement is impressive with the hood up. Hood down there’s some notable wind buffeting across the top of your head if you sit high behind the wheel. But drop the electric driver’s seat right down to its lowest setting and, unless you’re well over six feet tall, the buffeting pretty much disappears.
What’s less welcome is that boot space has shrunk – from 350 litres in the coupé to 200 litres here. But you can still just about squeeze in the two obligatory sets of golf clubs, albeit with a bit of creativity.
On the move the Roadster feels thoroughly majestic to drive on a sunny day, hood down. As with the coupé, there are Sport, Sport+ and Track drive modes, and these can be dialled up separately for the chassis and drivetrain. This means you can have the most aggressive throttle map and exhaust with the most comfortable damper settings, or vice versa, which is useful.

Ironically the Roadster sounds best of all with the hood up, not down; lowering the hood introduces enough wind noise to all-but obliterate the sound of the V8 above 45mph, although only in this state do you get to hear the full range of crackles and bangs from the exhaust on overrun.Hood up, the engine sounds magnificent – louder and fruitier than in the coupé, due to the relative absence of sound deadening

Either way, the Vantage Roadster is a very special car to drive, hood up or down. The V8 delivers thunderous performance that is just about lag-free, with immense acceleration in the mid-range. The gearbox works well enough in auto mode, but lacks the extra snap you get from the dual-clutch units found in the equivalent Porsche 911, AMG GT or Audi R8 drop-tops.
It’s the Aston’s chassis and steering that define the driving experience, though, and both are very good, even if the Roadster has a slightly old-school approach to the way it unpicks a decent B-road compared with the more clinical 911 and R8 Spyder.
If anything, the Roadster is more enjoyable to drive than the coupé because it gives so little away to it dynamically, yet has the extra flexibility to deliver al-fresco motoring, if and when the sun comes out.

Auch der Vantage bricht ein wenig mit dem Klischee britischer Sportwagen.Aston Martin, das waren in die 2000er-Jahre immer Sportwagen mit bildhübschem Design mit eigenem Kleinseriencharme, die stets von hochemotionalen Saugmotor-Triebwerken mit acht oder zwölf Zylindern befeuert wurden. Zurückhaltende Eleganz traf auf ein großvolumiges Aggregat mit himmlischem Klang Mehr Kaufgründe brauchte es über fast zwei Jahrzehnte nicht. Wem ein Ferrari oder Lamborghini zu krawallig und ein Porsche 911 nicht selten genug war, der fand sich bei den Gentlemen Sportwagen aus dem britischen Gaydon, respektive davor Newport Pagnell wieder.

Doch der Vantage kalibriert die Aston Martin DNA neu. Nicht nur Schönheit und Klang alleine, jetzt gibt´s auch verstärkt die Faust in den Nacken, wobei der Vantage auch noch durchaus nicht nur reines Tracktool ist, und speziell der Roadster die Spreizung von Sportwagen zu GT noch mehr beherrscht als das Coupè, und ein mehr comfy sein kann, als dieses. Tradition ist halt nicht nur die Bewahrung der Asche, mit Conolly-Leder gesäumten Interieurs und Schafswoll-Bodenteppichen,sondern die immerwährende Neuentfachung des Feuers mit Power, Dynamik aber immer noch eigenständiger Ästhetik.Eine neue Form der Verschränkung von Eleganz und Funktion.Britisch heisst ja auch immer irgendwie cool sein.

Von aussen betrachtet, finden wir hier nicht unbedingt ein Dahinfliessen in Schönheit wie etwa beim DB 11 Volante. Die Karosserie des Vantage spannt dagegen auf den Rippen seines Aluminium-Korpus wie das Sport-Lycra eines Tour de France Teilnehmers. Im Gegensatz zum Coupe jetzt mit Haube. Der Vantage Roadster atmet visuell genau so Performance und Angriffslust in all seiner Haptik aus, aber durchaus ein wenig verbindlicher.Die offen nicht vorhandene Dachlinie gibt dem Roadster eher noch einen Spritzer Eskapismus mit auf den Weg.Cruisability,also Boulevard-Schlenderfähigkeit mit auf den Weg. Auch, wie bei allen offenen Sportwagen wird man als Fahrer in den Kampf mit den Elementen mehr involviert, sprich integriert. Marek Reichmann, Aston Martins Chief Creative Officer and studio head, würde das in etwa so formulieren: „One single line, which creates all the drama and the character of a sportscar.“ Wie immer geht es um die Proportionen,beim Vantage Roadster lange Nase mit kurzem Heck bilden den neuzeitlichen klassischen britischen Sportwagen Linien-Flow heraus.

Die Farbe unseres Testwagens cosmic orange unterstützt und trägt den Flow auch visuell. Wie kommen wir eigentlich zu unserer Headline. Nun, Cosmic Messenger war ein Album des französischen Jazz Fusion Komponisten und Musikers Luc Ponty Hörprobe hier : https://www.youtube.com/watch?v=bNUQBBM_c9E. Nicht so schlecht zum Roadster-Cruisen geeignet. aber das nur am Rande.

Im Innenraum setzt sich der no nonsense-Zugang des Designs fort. Perfekte Zurichtung von Sitz und Lenkrad. Gekonnte Mittelkonsole.Das oben und unten deutlich abgeflachte Lenkrad mit dickem Airbagtopf dominiert die Ansicht, die zentralen Anzeigen werden auf kleinen Bildschirmen mit einer Drehzahlmesser-Tacho-Einheit in der Mitte präsentiert, ein weiterer Monitor ist für Navi und Infotainment zuständig. Der sieht sehr nach Mercedes aus, ebenso wie einige zentrale Bedienelemente. Da gibt es sicher schlechtere Organspender, beziehungsweise Zulieferer.Playground für Tüftler auch. Etwa Kameraschalter für Vorn/Hinten.Aston Martin Eigenheiten wie der Sitzverstellung an der Mittelkonsole oder den schräg nach oben offenen Swan-doors bleiben erhalten. Bedienung und Orientierung im Aston Martin Roadster fallen leicht, zumindest solange der Fahrer nicht nach tiefer verborgenen Menüs und Bedienschritten surft.Gestartet wird über den lichtpulsierenden Startknopf.Als weitere britische Eigenheit leistet man sich bei der feinsinnigen Bedienung auch echte Quarzknöpfe. Die Wahl der Gänge wird über den Glasknopf D, oder den schon erwähnten überlangen Paddels, äh, Schaltwippen,herbei geführt. Extralob für die Knieschoner. Es gibt auch Laderaum, auch die Rücksitzmulden erweisen sich als praktikabel.Fürs nicht allein rum tschunddern gibt´s auch zwei Schminkspiegel. Advantage Gaydon. Manche italienische Boliden mit klangvollen High-Society Hafenortnamen an der Riviera, haben da noch Nachholbedarf.

Ok. Let´s move again.Ein Knopfdruck startet den Motor, ein weiterer legt den Vorwärtsgang ein, schon setzt sich der Aston Martin in Bewegung. Wenn der Roadster in den nächsten sieben Sekunden nicht schneller als 50 km/h wird, reicht die Zeit, um das Stoffverdeck elektrohydraulisch hinter den Sitzen verschwinden zu lassen. Es sei das schnellste automatisch agierende Klappverdeck der Welt, heißt es. Maybe, das Dach verklappt sich jedenfalls hurtig in rund sieben Sekunden, wie die Stoppuhr beim Selbstversuch anzeigte.

Das oben und unten deutlich abgeflachte Lenkrad mit dickem Airbagtopf schmiegt sich jetzt wieder in die Hände, die zentralen Anzeigen werden auf kleinen Bildschirmen mit einer Drehzahlmesser-Tacho-Einheit in der Mitte präsentiert, uns kommt vor das im Aston Martin der Drehmoment-Tsunami einen Hauch sanfter über die Hinterachse herfällt als in unserem motorspendenden AMG Mercedes GTCRoadster Testwagen(den Test dazu finden sie hier https://beyondcoolmag.at/the-long-roar/ ).Die ZF-Wandlerautomatik des Aston Martin wechselt die Fahrstufen weicher als das Speedshift-Doppelkupplungsgetriebe des Mercedes-AMG.

Der Fahrstufenwechsel per Fingerschnipser geht im Vantage ebenfalls geschmeidiger vonstatten, die großen, fest an der Lenksäule montierten Wippen sind griffig. Angenehm auch,das der Aston Martin im manuellen Modus bleibt, wenn der einmal angewählt wurde, und sich auch nicht durch Kickdown aus der Ruhe bringen lässt.

Aus der Ruhe bringen wir aber jetzt noch ein mal den Asphalt vor der Roadster-Schnauze des Aston Martin. The fun really begins again. Trotz der minimal hecklastigen Gewichtsverteilung fühlt sich der Vantage Roadster wie sein Coupè Pendant beim Bergstrassen-Swing leicht kopflastig an. Das liegt vermutlich an den extremen Spurwerten der Hinterachse, die das Heck stabilisieren sollen. Das Untersteuern kann durch frühzeitiges Einlenken und Umsetzen minimiert werden, mit dem richtigen Rhythmus bleibt auch der Roadster dann weitgehend neutral.Das alles auch trotz der 60 kg Mehrgewicht im Vergleich zum Coupè verursacht durch die elektrische Hydraulik des Verdecks.Unterstützt wir das Ganze dabei von der Chassis-Struktur aus Aluminium,der Transaxle-Bauweise mit einem Torsionsrohr aus Metalllegierung und einer Antriebswelle aus Kohlefaser, auch durch den tief eingebauten, weit hinter die Vorderachse gerückten AMG-Biturbo, ergibt sich ein Front-Mittelmotor Konzept mit einer Balance von annähernd 50:50. So kommt auch keinerlei Zickigkeit oder Nervosität auf im Fahrwerk auf, wobei der Roadster, wohl auch durch ein wenig mehr bauartbedingte Flexibilität in der Karosseriestruktur, mit seinen Passagieren etwas freundlicher umgeht.In der Zuladungsmöglichkeit dann leider nicht so. Das Kofferaumvolumen schrumpfte von 300 l auf 270 l.

Unterwegs vermittelt der Roadster durchaus auch mehr Prince of Wales feeling (jetzt auch als King Charles III. bekannt und Aston Martin Liebhaber) als das Coupè, wenn man an einem sonnigen Tag mit heruntergelassenem Verdeck unterwegs ist. Wie beim Coupé gibt es die Fahrmodi Sport, Sport+ und Track, die für Fahrwerk und Antriebsstrang separat anwählbar sind. Dies bedeutet, dass man das aggressivste Motormapping und mit den bequemsten Dämpfereinstellungen kombinieren können oder auch umgekehrt. Für nicht ganz so wettererprobte Kontinentaleuropäer sei hier auch erwähnt, das die Heizung auffallend schnell anspricht, ebenso die Popometer- und Rückenerwärmung. Vor hinterlistigen Verwirbelungen des Haupthaars ist man durch den gläserenen Windschott zwischen den Kopfstützen und der an sich hohen Gürtellinie geschützt.

Ironischerweise klingt der Roadster am besten mit geschlossenem Verdeck. Bei offenem Verdeck übertönen die Windgeräusche zunehmend den Klang des V8 über 70 km / h. Nur in diesem Zustand gibt es das volle Spektrum an Bässen und Auspuffrotzern, und das Tunnelfeeling stellt sich ein.

Last but not least ist der Roadster also mehr der smooth operator im Vergleich zum Coupé. Dies vor Allem, weil er wenig nur minimal Dynamik abgibt, aber die vielschichtige Erlebnisqualität des Offenfahrens bietet. In einfachen Worten. Extra-Spass, top down.

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Was wir mögen ?

Das Designkonzept. Noch cooler als das Coupé.

Was fehlt ?

Immer gutes Wetter.

Was  überrascht ?

Das James Bond nur einmal einen offenen Aston Martin fuhr.

Timothy Dalton in „Der Hauch des Todes“.Immerhin V 8 Vantage Volante

„Prince of Wales“ Spezifikation. Sorry him.

Wär perfekt, wenn ?

War nie der Plan.Agressiv,scharf,schön,offen.

Competition

AMG GT C Roadster. Porsche 911 Cabrio. Eh klar.

Jaguar F-Type R 75 Cabriolet. Comes closest. Der neue SL.Nope.

-Ends-

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Grundpreis157.300 € D
Außenmaße4465 x 1942 x 1273 mm
Kofferraumvolumen270 l
Hubraum / Motor3982 cm³ / 8-Zylinder
Leistung375 kW / 510 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit305 km/h
0-100 km/h4,1 s
Testverbrauch12,2 l/100 km
Leergewicht 1793 kg vollgetankt